Mittwoch, 25.04.2018 02:42 Uhr

Pfefferminz Weltrekord

Verantwortlicher Autor: U.Rembor Leipzig, 22.01.2018, 11:43 Uhr
Presse-Ressort von: Uwe Eugen Rembor Bericht 3580x gelesen

Leipzig [ENA] Pfeffi's erblicken 1954 das Licht der Genusswelt. Pfeffis sind nicht etwa die berüchtigten Baseballschläger von Puma oder Zwillingsbrüder aus dem schweizer Pfäffikon. Nein: Um den „Lebensstandard der Bevölkerung“ zu erhöhen, beschließt 1953 der Ministerrat der DDR einen genussvollen Massenbedarfsartikel entwickeln zu lassen. Diesen erfindet der „Volkseigene Betrieb“ VEB Fahlberg-List in Magdeburg.

Seitdem begeistert und erfrischt Pfeffi seine genussfreudigen Fans in Ostdeutschland. Mitte der 60er Jahre übernimmt die KONSUM-Genossenschaft die Produktion im Bonbonspezialbetrieb Leipzig-Markleeberg, dem zweitgrößten seiner Branche in der DDR. Hier bekommen die Pfeffi's auch ein neues Etikett der Marke KONSÜ. Jeder kennt und nascht sie in den 70er Jahren. Die kleinen, weißen Rechteck-Bonbons mit klarem Pfefferminzgeschmack, scharf und nicht zu süß, erobern von Beginn an Jung und Alt. Jährlich verlassen über 1000 Tonnen Pfeffi's die Produktionshallen bei Leipzig. Ein Jugendforscherkollektiv erweitert die Artikelpalette. Zur beliebtesten Geschmacksrichtung Pfefferminze kommen Pfeffi's mit Zitronen- und Himbeergeschmack dazu.

Die Fertigungstechnik wird ständig verbessert. Ab 1984 unterstützen Einlegerroboter die fleißigen Arbeiter bei Ihrer Mission, dass Land mit leckeren Pfefferminz- und Fruchtgeschmackbonbons zu versorgen. Der Bonbonspezialbetrieb Konsü in Leipzig-Markleeberg wird für seine dauerhaft gute Arbeit mit dem Titel „Betrieb der ausgezeichneten Qualitätsarbeit“ geehrt. In 1989 stellt Pfeffi einen Pfefferminzweltrekord auf. In diesem Jahr werden über 1.660 Tonnen der leckeren Pfeffi's in Leipzig hergestellt. Die Pfefferminz Begeisterung war riesig und über 2.554 Trabis schwer. Monatlich werden über 138 Tonnen der kultigen Pfefferminz- und Zitronenbonbons in den neuen Bundesländern vernascht.

Pfeffi ist 1990 ein Renner. Bis zur Wiedervereinigung wird alleine die einzelne Pfeffistange mit 12 Stück rund 200 Millionen Mal verkauft. Dem politischen Umbruch folgt 1992 die Stilllegung des Betriebs. Zahlreiche neue Bonbonfamilien halten nun Einzug in die freigewordenen Konsumregale. 1999: Im neuen Jahrtausend dürfen Pfeffi's nicht fehlen. Das Abenteuer Pfeffi 2.0 ist eine Erfolgsgeschichte der Wiedervereinigung. Leipzig (Sachsen) und Stephanskirchen (Bayern) heiraten. Herr Opitz, Geschäftsführer der Pfeffi plus e.K. und seit 1968 Betriebsdirektor in Leipzig, stürzt sich in das gemeinsame wirtschaftliche Abenteuer zusammen mit dem traditionsreichen Familienbetrieb Pit-Süßwaren- und Nährmittelfabrik Hoffmann GmbH & Co. KG.

Im Team gelingt die Wiedergeburt der Pfeffi's mit dem einzigartig erfrischenden Pfefferminzgeschmack. Nach 8 Jahren Pause sind die sächsischen Lieblinge 2000 wieder auf dem Markt. Rechtzeitig zur Internationalen Süßwaren-Messe in Köln präsentiert sich Pfeffi der gespannten ostdeutschen Presse. Euphorisch werden die Pfeffi's wieder vernascht und so in der ersten Hälfte des Jahres 2000 über 25 Tonnen produziert. Vier Jahre nach dem Pfeffi wieder für Geschmacksfreude sorgt, wird Geburtstag gefeiert. Die Liebe zum den „kleinen Weißen“ mit erfrischenden Pfefferminzgeschmack ist ungebrochen. Auf vielfältigen Wunsch auch als eine neue zuckerfreie Variante.

Es kommt Schwung ins Regal in 2010. Mit den neuen FlipTop Boxen bringen die Macher von Pfeffi Geschmacksklassiker mit praktischen Verpackungen in den Handel und suchen das Pfeffigesicht für eine neue Werbekampagne. Mit dem Pfeffi-Kulttrabi bereisen die Pfeffis 2012 die Republik und besuchen die Vernraucher dort, wo sie die Pfeffi's am liebsten vernaschen. 2016 weht ein frischer Wind. Mit neuem Design schreiben man die Pfeffi-Erfolgsgeschichte von 1954 fort und bringt Schwung in den Handel. Also fix ein Pfeffi genießen – klassisch oder zuckerfrei, Zitrone oder Himbeere.

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