Mittwoch, 17.10.2018 07:57 Uhr

Im Zoo der Autobauer

Verantwortlicher Autor: Uwe Rembor Kronberg i. Taunus, 17.08.2018, 08:13 Uhr
Presse-Ressort von: Uwe Eugen Rembor Bericht 3837x gelesen
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Zooplan  Bild: Uwe Rembor

Kronberg i. Taunus [ENA] Autobauer-Zoo? Was soll das sein? Wo gibt es sowas? – Geben tut es das im schönen Kronberg im Taunus, und was das ist, ist ganz einfach: Der Opel-Zoo, gestiftet von dem berühmten Autobauer im nahegelegenen Rüsselsheim. Mittlerweile ist der Opel-Zoo so bekannt, dass er sogar eine eigene

Fernsehsendung hat: Giraffe, Erdmännchen und Co. Giraffe, Erdmännchen & Co. ist eine Zoo-Doku-Soap des Hessischen Rundfunks (HR). Der Zuschauer blickt hinter die Kulissen des Frankfurter Zoos und des Kronberger Opel-Zoos. Tierärzte und Tierpfleger werden bei ihrer täglichen Arbeit begleitet, sodass die Zuschauer einen Einblick in den Alltag und die Berufswelt der Zoos erhalten.

Produziert wurde die Serie vom Hessischen Rundfunk. Die erste Staffel der Serie umfasst 44 Folgen und erreichte bei ihrer Erstausstrahlung im Ersten (ARD) ab dem 23. Oktober 2006 durchschnittlich 2,37 Millionen Zuschauer[1]. Die zweite Staffel mit 40 Folgen wurde ab dem 5. Mai 2008 ausgestrahlt. Die dritte Staffel mit weiteren 40 Folgen startete am 25. Mai 2009 im Ersten. Die Ausstrahlung der vierten Staffel begann am 23. Februar 2011. Auch die vierte Staffel umfasst 40 Folgen. Staffel 5 startete am 14. Mai 2012 und umfasst ebenfalls 40 Folgen. Der Sendestart der 6. Staffel war im Januar 2014. Sendestart der 7. Staffel war am 19. Oktober 2015 im Ersten.

Der Zoo ist ganzjährig ab 9 Uhr geöffnet, im Winter bis 17 Uhr, im Sommer bis 18 Uhr. Im Juli / August sogar bis 19 Uhr. Die Preise liegen mit € 14.- für Erwachsene und € 7,50 für Kinder im moderaten Mittelfeld. Hunde sind im Zoo erlaubt! Die Restaurant-Infrastruktur ist ausgesprochen gut, auch wenn die Qualität extrem schwankt: Zoorestaurant Sambesi: Das Zoorestaurant Sambesi mit großer Sonnenterasse direkt über der Elefantenanlage bietet Ausflugsgastronomie für die Zoobesucher an. Öffnungszeiten: täglich ab 9.00 Uhr bis Kassenschluss Opel-Zoo (die Küche schließt jeweils eine Stunde früher). Abends kann das Sambesi für größere Veranstaltungen exklusiv gebucht werden.

Bei unserem Besuch schnitt das Lokal leider in allen Bereichen schlecht ab: Der Service war langsam und desinteressiert, die Bestellungen wurden ALLE falsch aufgenommen, ein Getränke war deutlich abgestanden und die Speisen leider sehr schlecht. Mehrere Kioske an verschiedenen Stellen im Zoogelände mit Sitzgelegenheiten, teilweise mit warmen Speisen sind gut gelegen und lassen keine „Durststrecken“ aufkommen. Leider wurden auch hier teilweise Bestellungen falsch ausgeführt da das Personal sehr schlecht Deutsch spricht. Grillhütten und Picknickplätze: Für Selbstversorger gibt es Grillhütten auf den Spielplätzen (Reservierung erforderlich!) sowie Picknickmöglichkeiten im gesamten Zoogelände.

Das ist wirklich eine gute Idee und auch prima umgesetzt – die Grillhütten sind sehr gut ausgestattet und liegen teilweise im Spielplatz, sodass die Beaufsichtigung der Kleinen problemlos möglich ist. Die Restaurant Lodge bietet gehobene Gastronomie, auch für größere Gesellschaften, bietet das Restaurant Lodge neben dem Haupteingang. Restaurantbesucher haben einen atemberaubenden Blick über die Anlage "Afrika-Savanne" und die Altstadt Kronbergs bis ins Rhein-Main-Gebiet. Leider sind die Preise wirklich an den Haaren herbeigezogen und für Normalverdiener-Familien nicht leistbar. Was unbestreitbar toll und ein Höhepunkt ist: Im Opel-Zoo können die Besucher viele Tierarten füttern.

Das Füttern schafft einen noch näheren Kontakt zu den Tieren und der Zoobesuch wird gerade für Kinder mit wenig oder gar keinem Tierkontakt im Alltag zu einem einmaligen und unvergesslichen Erlebnis. Das Füttern der Tiere ist jedoch ausschließlich mit dem vom Zoo angebotenen Karotten und Trockenfutter erlaubt und auch nur bei den Tieren, bei denen kein Fütterverbot am Gehege angebracht ist. Gefüttert werden darf im begehbaren Streichelzoo, aber auch bei Ziege, Mufflon, Elefant und weiteren Arten. Nicht erlaubt ist es bei gefährlichen Tieren wie Luchsen und Affen. Viele Tiere wie z.B. Giraffen, Rentiere und Lisztäffchen sind außerdem Nahrungsspezialisten sind und vertragen nur spezielles Futter.

Darüber hinaus führen auch Lebensmittel, die allgemein als „gutes Futter“ angesehen werden, zu Schäden. Brot kann bei Wiederkäuern Koliken hervorrufen oder bei Eseln und Ponys Hufrehe begünstigen, zuviel Erdnüsse lassen Papageien und zuviele Bananen Affen verfetten und schädigen Herz und Leber. Lebensgefährlich für die Tiere ist das Verfüttern von schimmeligen Lebensmitteln. Einzig wäre wünschenswert dass man etwas näher an die Elefanten herankommt. Das Füttern über die Entfernung des trennenden Zaunes und Hecken / Gräben ist sehr mühsam und für kleinere Kinder schlicht ob einer kurzen Armreichweite nicht machbar. Andere Highlights für Kids sind Pony- und Kamelreiten.

Es gibt viele weitere Spielmöglichkeiten, aber es nervt Etwas, dass wirklich Alles, aber auch Alles extra kostet, sogar für 5 Minuten Trampolinspringen muss man 1-2 Euros berappen. Zusätzlich nervt, daß das nirgends angeschrieben steht und auch keine Geldwechselmöglichkeit zur Verfügung steht. Wer quengelnde Kinder hat, kennt das Problem. Überhaupt ist es mit der Beschilderung nicht weit her, hier besteht deutliches Verbesserungspotential. Für Erwachsenen gibt es interessante Sonderführungen und Tierpflegergespräche. Auch Tierpatenschaften kann man übernehmen und dadurch eine ganz besondere Beziehung zu Zoo und Patentier aufbauen.

Die Besucher können bis Eintritt der Dunkelheit auf dem Zoogelände bleiben und es durch Drehtore verlassen. Der Opel-Zoo verfügt über mehr als 1.200 kostenfreie Parkplätze und ist gut mit dem ÖPNV erreichbar: Buslinien 261, X26 und X27. Das nahe gelegene Frankfurt erlaubt gut einen kombinierten Ausflug in den Opel-Zoo und die Stadt Frankfurt, die ebenfalls mit zahlreichen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten für jung und alt aufwartet.

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