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Der goldene Strand von Lignano

Verantwortlicher Autor: Uwe Rembor Lignano, 28.08.2018, 13:24 Uhr
Presse-Ressort von: Uwe Eugen Rembor Bericht 5392x gelesen
Pier in Lignano
Pier in Lignano  Bild: Uwe Rembor

Lignano [ENA] Lignano Sabbiadoro ist ein Badeort an der italienischen Adria-Küste in der Provinz Udine der Region Friuli-Venezia Giulia (Friaul-Julisch Venetien) mit 6966 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016). Der Ort besteht aus drei Teilen: Sabbiadoro (im Nordosten, beinamensgebend für den gesamten Ort), Pineta

und Riviera (an der Mündung des Tagliamento). Lignano erstreckt sich in Form einer Halbinsel über die nordöstliche Hälfte des Tagliamento-Deltas zwischen der Lagune von Marano und der offenen Adria. Die Landschaft ist flach und war bis vor wenigen Jahrzehnten ein Sumpfgebiet, das mit Malaria infiziert war. Die Gemeinde wird im Norden durch den Litorale Veneto begrenzt. Dieser verbindet den Tagliamento mit der Lagune von Marano.

Lignano Sabbiadoro ist das Zentrum der Halbinsel und besteht aus zahlreichen Hotels, Bars, Geschäften und Ferienwohnungen. Eine zentrale Einkaufsstraße, die hauptsächlich im Sommer mit Leben erfüllt ist, führt von der Viale Centrale über die neu errichtete Fußgängerzone bis zu der Terrazza a Mare am Spitz der Halbinsel. Die Terrazza a Mare, ein betonierter Steg mit Gebäuden am meerseitigen Ende, wurde 1972 eingeweiht. Auf ihr befindet sich eine Bar. Der Strand in Sabbiadoro ist in neunzehn verschiedene Abschnitte eingeteilt, die eine unterschiedliche Schirmfarbe aufweisen. In der Stadt gibt es zahlreiche Springbrunnen und Plätze, es befindet sich auch eine Kirche in Sabbiadoro.

Die Einbahnstraße entlang des Strandes von Sabbiadoro heißt Lungomare Trieste. Lignano Pineta liegt etwas ruhiger in der Mitte der drei Stadtteile und ist in den 1950er Jahren entstanden. Die Straßen führen in einem Abstand von 100 Metern vom Zentrum Pinetas ausgehend in einer Spirale nach außen. Pineta liegt in einem Pinienwald, in dem sich Hotels, Ferienwohnungen und Häuser befinden. Die Häuser liegen etwas auseinander. Die einzige Einkaufsstraße befindet sich im Zentrum Pinetas. Sie führt von der Kirche bis zum Meer und weist Geschäfte und Cafés auf. In Pineta ist der Strand in fünf Abschnitte eingeteilt. Die Straße entlang des Strandes heißt in Pineta Lungomare Adriatico.

Mole

Lignano Riviera liegt an der Mündung des Tagliamentos und ist noch ruhiger als Pineta. In Riviera befinden sich nur wenige Hotels, jedoch verschiedene Campingplätze, ein Golfplatz und am Tagliamento ein Hafen. Die Grenze zwischen Pineta und Riviera stellt der Kursaal mit der Therme von Lignano dar, der Tagliamento trennt Riviera von Bibione und stellt außerdem die Grenze zwischen Veneto und Friuli Venezia Giulia dar. In den letzten Jahren wurden in Lignano viele Straßen und Plätze neugestaltet. Durch diese Renovierungen sollen wieder mehr Touristen nach Lignano gelockt werden.

Einige Beispiele: Die Fußgängerzone in Sabbiadoro führt durch die gesamte Stadt und ist untertags einspurig zu befahren. Sie wurde zwischen 2003 und 2006 errichtet. Der Platz vor der Kirche in Pineta wurde 2007 neu gestaltet. Des Weiteren gab es 2002 Bestrebungen, an der Küste Pineta mit Sabbiadoro durch eine gemeinsame Küstenstraße zu verbinden, doch wurde dieser Plan wieder fallen gelassen. Der Name Lignano für das Gebiet der heutigen Stadt (das 1420 an die Republik Venedig fiel) ist aus dem 15. Jahrhundert belegt und deutet möglicherweise auf einen Besitzer namens Linunus hin. .

Die venetianischen Dogen belehnten im Laufe der Geschichte verschiedene Adelsfamilien mit dem Landstück. Eine davon, die Familie Vendramin in Latisana ließ im 16. Jahrhundert die St. Zacharias-Kirche im damaligen Weiler Pineda (im heutigen Stadtteil Pineta) erbauen. Sie diente vor allem den Fischern, denn Pineda selbst war für eine Kirche zu klein (es bestand 1466 nur aus zwei Häusern). Für den Hafen von Lignano gab es später eine Kontrollstation, die im Jahre 1813 70 Einwohner hatte. Dennoch ist das heutige Lignano eine sehr junge Stadt. Vor ihrer Entwicklung bestand die Halbinsel aus Sumpf- und Baumland und war nur von wenigen Bauernfamilien ganzjährig bewohnt.

Dazu kamen die saisonalen Aufenthalte der Fischer von Marano, die vorübergehend in mit Schilf verkleideten Holzhütten (casoni) wohnten. Der älteste Teil ist Sabbiadoro (zu deutsch: goldener Sand), das bereits Ende des 19. Jahrhunderts von Marano aus mit dem Boot als Badestrand genützt wurde. 1903–1904 wurde eine Badeanstalt aus Holz errichtet und vor allem von Sonntags-Ausflüglern benutzt. Das erste Hotel (das Marin, das dem Bürgermeister von Marano gehörte) wurde 1903 gebaut, gefolgt von den Hotels Friuli und Vittoria. Dennoch war die weitere Entwicklung Lignanos wegen der sumpfbedingten Malaria damals fragwürdig und erlitt auch durch den Ersten Weltkrieg einen weiteren Rückschlag.

1924 wurde die erste Seeterrasse (an der Stelle der heutigen Terrazza al mare, ein Projekt des Architekten Provino Valle) fertiggestellt, mit der die stagnierende Entwicklung Lignanos wieder einen Aufschwung nahm. Ein weiterer wichtiger Punkt war die bessere Landanbindung durch eine neue Straße von Latisana nach Lignano mit einer Dreh-Brücke über einen dazwischen liegenden Kanal sowie die Ausrottung der Malaria durch Trockenlegung der Sumpfgebiete. In den 1930er Jahren wurden ein Kinderlandheim und eine Kirche gebaut. Damals zählte Lignano etwa 60.000 meist italienische Sommergäste. 1935 wurde dem Ortsnamen aus Werbegründen der Zusatz Sabbiadoro angefügt.

In den 1950er Jahren erfolgte die Gründung von Lignano Pineta (benannt nach dem dortigen Pinienwald) südwestlich von Sabbiadoro. Dort verwirklichte Marcello D'Olivio einen sehr ungewöhnlichen städtebaulichen Plan: eine Straße, die vom Zentrum Pinetas ausgehend in einer Spirale nach außen führt. Die einzelnen Windungen dieser Spirale haben einen Abstand von 100 Metern. 1959 wurde Lignano eine eigenständige Gemeinde. Der durch den Wirtschaftsaufschwung bedingte Massentourismus ließ danach die Zahl der Feriengäste von 1,8 Millionen (Anfang der 1960er Jahre) auf über 6 Millionen (1975) ansteigen.

Dieser Rekordwert wurde seither nicht mehr erreicht. In Lignano liegen 6 Freizeitparks: Aquasplash (Wasserpark), Gulliverlandia (Freizeitpark), i Gommosi (Gummi- und Hüpfburgen-Erlebnispark), Parco Junior (Kleiner Freizeitpark), Strabillia Luna Park (Eine Art Volksfest), Parco Zoo Punta verde (Zoo). Heute ist Lignano fest in Deutscher und Österreichischer Hand, was an der verkehrstechnischen Nähe zu beiden Ländern liegt. Die meisten Österreicher sind in weniger als 5 Stunden an der Küste und für viele Deutsche Autofahrer ist Lignano ebenfalls der erste erreichbare Ort am Meer. Daher spricht auch das Hotel-, Laden- und Restaurantpersonal in Lignano überall sehr gut Deutsch.

Beliebt bei Deutschen und Österrichischen Urlaubern ist „Signora Ruth“ – eine Wienerin die in Lignano Ferienwohnungen anbietet und auf Deutsche und Österrsicher eingestellt ist. Ihre Ferienwohnungen sind makellos sauber und gut eingerichtet, es gibt deitsche Bücher und deutsche TV Programme. Ruth bietet in dem Küstenstädtchen Aprilia Marittima, (10 Fahrminuten von Lignanon, ruhig gelegen) gelegen im schönsten und größten Sportyachthafen Norditaliens, vier verschiedene Arten von modernen Apartments (in der „Aprilia Residence”) und einen Bungalow im Privatresort “Corte Grande” an. Der Bungalow ist besonders schön und geräumig, mi einem Garten und einem riesigen Gemeinschaftspool.

Im pulsierenden Lignano Sabbiadoro steht ein Penthouse Attico d`Oro, nur wenige Meter vom goldenen Sandstrand und der Shoppingmeile zur Verfügung. (Etwas laut, besonders am Wochenende). Bei Ruth findet Jedermann, ob Singles, Paare, kleine Familien. große Familien, Freunde, mit Hund, Sonnenanbeter, Golfer, Segler, Schwimmer, Tennisspieler, Wanderer oder Genießer von Dolce Vita, egal zu welcher Jahreszeit, seine passende Urlaubsunterkunft. Ruth spricht perfekt italienisch und englisch und ist für ihre Gäste gerne persönlich in den Geschäftszeiten und auch außerhalb da und gibt auch gerne den ein oder anderen Restaurant-Tipp oder wo es deutschen Lesestoff gibt, telefonisch oder per Email.

Wer nach Lignano kommt, der kommt zu baden dorthin. Das geht besodners mit Kindern gut, weil das weil das Meer sehr langsam und sehr flach abfällt und man sicherlich an die 100 Meter weit ins Meer gehen kann und immer noch stehen kann. Eine Sandbank trennt seichtes Wasser in einen natürliche Kleinkinder-Pool und der feine, reine Sand macht barfussöaufen zum Vergnügen. Hier gibt es weder Steine noch Pflanzen oder Getier vor dem man sich in Acht nehmen müsste – nur die gelegentliche Qualle, denen man aber überall im Mittelmeer begegnen kann. Die 19 Badeabschnitte heißen „Bagnos“ und sind alle paar Meter mit Rettungsschwiimmer-Stationen ausgestattet. Die Life Guards rudern auch regemäßig Patroullie –man ist hier gut aufgehoben.

Wie in Italien üblich ist der erste Strandstreifen öffentlich und kostenlos, hier fahren Eiswägen, fliegende Händler auf und ab, hier findet man Leihboote und Jet-Ski. Dahinter beginnt die kommerzielle Zone, man kann Liegen und Schirme aber auch luxuriöse Gazebos mieten wo es sogar „Room-Service“ am Strand gibt: Die Kellner der Strandbars und Restaurant bringen die gewünschten Speisen und Getränke zur Liege. Ansonsten gibt es eine riesige Auswahl an Bars und Restaurants, für jeden Geldbeutel und in jedem Service-Level. Strand-Spielplätze, open air Gyms und Event-Arenen lockern die in Reih und Glied stehenden Badeplätze auf und beten Abwechslung und Unterhaltung.

Duschen und WC fehlen ebenfalls nicht, und sogar der gelegentlich Whirlpool in den Luxusabschnitten zu finden –hier fehlt wirklich nichts. Einmal mit 200 PS übers Meer fegen – das kann man am Bootsverleih. Alle Bootsverleih-Stationen entlang der Lignano-Küste gehören einer Besitzerin, die mit insgesamt über 100 Booten vom Tretboot mit eingebautem Trampolin oder Wasserrutsche, Glasbodenboot, Jet-Ski und Ausflugsbooten alles bietet was das Wassersportlerherz begehrt. Teilweise sind die Boliden aber so stark motorisiert, dass man dafür einen Bootsführerschein braucht. Wer keinen hat, der kann sich von einem Skipper fahren lassen. Die Deutsche Besitzerin ist extrem professionell und legt größten Wert auf technische Sicherheit und Ausstattung.

Helme und Schwimmwesten sind für motorisierte Freizeitgefährte obligatorisch, und bei Einweisung und Erklärung lässt sie sich viel Zeit und wickelt Buchung und Zahlung akribisch ab. Einer der schönsten Bootsauflüge führ auf die Muschel-Insel, die ihrem Namen alle Ehr macht. In einem schnittigen, dreirumpfigen Sportboot geht es ca. 15 Minuten übers Meer, vorbei an Lignaos Pier, vorbei an der Einfahrt zum alten Hafen auf die einsame und unbewohnte Muschelinsel. Der Skipper verteilt noch schnell Sammeltaschen bevor er die Gäste mit einem Robinson Cruseo Gefühl zurücklässt und die nächsten Besucher abholt – bei deren Ankunft geht es dann für die Muschelsucher wieder zurück.

So bleibt man in großer Stille an einem einsamer Inselstrand zurück und weiß vor Muscheln gar nicht, wohin man sehen und was man aufheben soll. Hier geht jeder mit Einkaufstaschen voller Muscheln zurück, wenn er will. Große, kleine, einfarbige, bunte, gedrehte, glatte, verwachsene, längliche Muscheln gibt es – eine wunderschöne Erfahrung und ein Erlebnis das man sich gönnen sollte. Das wohl schönste Restaurant in Lignano dürfte das Faro da Luciana sein. An der Spitze der Hafeneinfahrt gelegen genießt man hier den schönsten Sonnenuntergang von Lignano. Ein privat zu mietender Pavillon am Wasser für besondere Gelegenheiten bietet Romantik pur. Das Restaurant ist nicht gerade billig, aber jeden Cent wert.

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