Freitag, 06.12.2019 07:52 Uhr

Österreichische Baumkonvention

Verantwortlicher Autor: Walter Vymyslicky Hainburg Donau, 29.10.2019, 10:26 Uhr
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Nationalpark Donauauen
Nationalpark Donauauen  Bild: Walter Vymyslicky

Hainburg Donau [ENA] Baumverantwortliche sowie Juristinnen und Juristen berieten in Hainburg zum Thema Baumsicherung. Beim Symposium der Plattform „Österreichische Baumkonvention“ Baumrodungen entlang von Wegen und Straßen, aber auch an altenEinzelbäumen nehmen österreichweit zu.

Eine der Hauptursachen ist, dass Baum- und Wegehalter bei herabfallenden Ästen oder umstürzenden Bäumen Haftungsfolgen befürchten. Man will daher „auf Nummer sicher gehen“ und potenzielle Gefahrenquellen links und rechts entlang der Wege und Straßen entfernen. Um hier im Sinne aller Betroffenen gegenzusteuern, veranstaltete die Plattfor ein Fachsymposium in der Kulturfabrik, um im praxisorientierten Austausch zu beraten, wie Rechtssicherheit gewährleistet werden kann.

Gastgeber war die Nationalpark Donau-Auen GmbH gemeinsam mit Stadt Wien – Umweltschutz. Auch Justizminister Clemens Jabloner sowie Nachhaltigkeitsministerin Maria Patek besuchten das Symposium. In Kooperation mit dem Justiz- und dem Nachhaltigkeitsministerium waren Baumverantwortliche, Juristinnen und Juristen sowie Richterinnen und Richter eingeladen worden, um die Problematik bei einer Exkursion im Nationalpark Donau-Auen anschaulich darzulegen. Gemeinsam wurde die Rechtslage der Baum- und Wegehalter fachlich diskutiert und beraten, welche Standards definiert werden können.

Das Zusammentreffen in Hainburg diente als Auftaktveranstaltung im Rahmen einer geplanten Symposienreihe zum Themenkreis Baumsicherung. Justizminister Clemens Jabloner leitet die Veranstaltung mit einem Statement zur Funktion des Symposiums aus seiner Sicht ein: „Entgegen dem Empfinden immerstrengerer Haftungsmaßstäbe im Bereich der Baumhaftung, hat es in den letzten zwei Jahren keine höchstgerichtliche Entscheidung mehr gegeben, in der ein Baum- oder Waldeigentümer zum Schadenersatz verpflichtet worden ist. Trotzdem ist in diesem Lebensbereich eine erhebliche Haftungsangst zu beobachten, die in der Praxis häufig zu übertriebenen Sicherheitsmaßnahmen führt.

Diese Haftungsängste sind durchaus ernst zu nehmen. Das Justizressort will einen Beitrag dazu leisten, um negative Auswirkungen dieser Haftungsängste auf Bäume und Wälder so gut wie möglich anzuhalten. Das kann am besten durch einen rationalen, interdisziplinären Diskurs über die Sorgfaltsanforderungen bei der Kontrolle und Pflege von Bäumen und Wäldern geschehen. Genau diesem Ziel war das Symposium gewidmet, das ja nur der Auftakt zu weiteren Fachveranstaltungen dieser Art sein soll.“

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